Fernwärme Pinnow: Aktuell noch 23 Nutzer | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Für die Heizperiode 2026/2027 ist die Versorgung gesichert – gleichzeitig stellt sich angesichts hoher Leitungsverluste zunehmend die Frage nach der weiteren Betriebsdauer des Heizhauses.

Fernwärme Pinnow: Aktuell noch 23 Nutzer

Der Ausstieg aus der Fernwärmeversorgung in Pinnow schreitet deutlich schneller voran als ursprünglich erwartet. Aktuell werden noch 23 Haushalte über das Fernwärmenetz versorgt. Über den aktuellen Stand informierte der Eigenbetriebsleiter Andreas Mägerlein in der gestrigen Sitzung der Gemeindevertretung am 29. September 2026.

Aktueller Stand

Vor einem Jahr waren noch etwa 160 Haushalte angeschlossen, ursprünglich waren es rund 213. Heute werden nur noch 23 Haushalte über das Fernwärmenetz versorgt.

Für die Heizperiode 2026/2027 ist die Anlage technisch gut aufgestellt. Das Heizhaus und die notwendigen Anlagenteile befinden sich in einem guten Zustand und laufen derzeit ohne Probleme. Die Versorgung für die kommende Heizperiode ist damit sichergestellt.

Gleichzeitig bestehen weiterhin hohe Leitungsverluste. Ein erheblicher Teil der erzeugten Wärme geht auf dem Weg durch das Netz verloren. Bei nur noch 23 angeschlossenen Haushalten fällt dies zunehmend stärker ins Gewicht.

Wirtschaftlichkeit und weitere Betriebsdauer

Ein großer Teil der Kosten für Heizhaus, Netz, Wartung, Betrieb und Verwaltung fällt unabhängig von der Zahl der angeschlossenen Haushalte an. Diese Fixkosten verteilen sich rechnerisch auf immer weniger Nutzer, können jedoch nicht einfach vollständig auf die verbliebenen Haushalte umgelegt werden.

Hinzu kommen die hohen Leitungsverluste: Das gesamte Netz muss weiterhin betrieben werden, obwohl nur noch ein kleiner Teil der ursprünglich angeschlossenen Haushalte versorgt wird.

Damit stellt sich zunehmend die Frage, wie lange der Betrieb des Heizhauses wirtschaftlich, energetisch und ökologisch noch vertretbar ist und wann er beendet werden sollte. Bei nur noch 23 Haushalten muss insbesondere geprüft werden, ob der Energieeinsatz für das Gesamtsystem noch in einem angemessenen Verhältnis zur tatsächlich bei den Haushalten ankommenden Wärme steht.

Was bedeutet das für die verbliebenen Haushalte?

Für die noch angeschlossenen 23 Haushalte wird es zunehmend wichtiger, die Umstellung auf eine eigene Wärmeversorgung konkret zu planen und umzusetzen.

Der bisher kommunizierte Zeitraum bis spätestens zum Ende der Heizperiode 2030/2031 bleibt der äußere Rahmen für den Ausstieg. Die Entwicklung zeigt jedoch, dass die Zahl der angeschlossenen Haushalte wesentlich schneller sinkt als ursprünglich angenommen.

Die Gemeinde und der Eigenbetriebsleiter werden die betroffenen Haushalte über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen rechtzeitig informieren. Ziel bleibt ein geordneter und planbarer Übergang auf individuelle Heizlösungen.